Flensburger Sport engagiert sich besonders für den Kinderschutz

Der Sportjugend Schleswig-Holstein und dem Landessportverband Schleswig-Holstein ist es bereits seit 2010 ein großes Anliegen, den Kindern und Jugendlichen in den Sportvereinen im Land sichere Orte für ihr Sporttreiben zu ermöglichen. Ganz nach dem Motto: „Aktiv im Kinderschutz - Der Sport in Schleswig-Holstein“. Um Vereinen und Verbänden, die diesem Motto auf regionaler Ebene mit großem Engagement folgen, zu danken und sie bei der Fortführung ihres Engagements zu unterstützen, rief die Sportjugend Schleswig-Holstein im Jahr 2017 die Verleihung von „Aktiv im Kinderschutz“-Bannern ins Leben.
Der Turn- und Sportbund Flensburg v. 1865 e. V. als größter Flensburger Sportverein mit knapp 1.850 Kindern und Jugendlichen sieht seine Verantwortung nicht nur als Anbieter von Bewegung, sondern als Solidargemeinschaft, die maßgeblich überfachliche Kinder- und Jugendarbeit leistet und in diesem Rahmen sexualisierter Gewalt durch Aufklärung, Hinsehen und Handeln vorbeugt. Mit der Sportpsychologin Levke Spinger und dem Diako-Chefarzt Dr. Frank Helmig hat der Verein qualifizierte und erfahrene Ansprechpartner*innen, die sich fortlaufend in der Thematik weiterbilden. Zur Sensibilisierung und Partizipation bietet der Verein interne Seminare an, um zu Themen wie Drucksituationen, Mobbing, Sucht und (sexualisierte) Gewalt zu sensibilisieren.
Für das Präventionsprojekt wurde die Flensburg Akademie bereits einige Wochen zuvor durch die Robert-Enke-Stiftung ausgezeichnet, die das Konzept in Kooperation mit der Diako-Fachklinik Flensburg ausarbeiteten. Ziel ist es das Konzept im Stammverein, den TSB Flensburg flächendeckend zu erweitern. „Vielen Dank für dieses außerordentliche Engagement für einen aktiven Kinder- und Jugendschutz im Sport!“, lobt Geschäftsführer der Sportjugend Schleswig-Holstein Carsten Bauer den Verein und seine Partner in der Laudatio, bevor er das Banner Petra Obermark (2. Vorsitzende) und TSB-Geschäftsführerin Imke Blossei feierlich übergab.
Auch der zuständige städtische Sportverband Flensburg gehört zu den Sportverbänden in Schleswig-Holstein, die sich in besonderem Maße für den aktiven Kinderschutz im Sport einsetzen und für den Verband ein Präventions- und Interventionsprogramm entwickelt haben, welches jedem Mitgliedsverein hilft, das Thema Kinderschutz fest zu etablieren. „Als Dachorganisation für 62 Sportvereine mit rund 6.000 Kindern und Jugendlichen sehen wir uns in der Verantwortung und Pflicht unsere Mitgliedsvereine bei der Etablierung von Kinderschutzmaßnahmen zu unterstützen und zu begleiten.“, führt die stellvertretende Vorsitzende Sport Susanne Braas aus bei der Ehrung im Flensburger Stadion.
Der Verband hat mit dem Jugendkoordinator Hanno Reese einen Ansprechpartner, der die initiierte „Flensburger Initiative für aktiven Kinderschutz“ betreut. Im Rahmen der Initiative steht die Sportjugend Flensburg den Mitgliedern begleitend und beratend bei der Entwicklung von Schutzkonzepten zur Seite. Darüber hinaus ist das Thema „Prävention sexualisierter Gewalt“ seit November 2019 fester Bestandteil in allen Ausbildungslehrgängen verankert. In Kooperation mit der Sportjugend Schleswig-Holstein wird jährlich eine zweitägige Ausbildung für Ansprechpartner*innen in Sportvereinen kostenlos angeboten. Ein jährlich angebotener runder Tisch ermöglicht es, allen Interessierten oder bereits Aktiven der „Flensburger Initiative für aktiven Kinderschutz“ sich über Maßnahmen auszutauschen und diese weiterzuentwickeln.
Bei den Sportstätten des TSBs am Schützenhof wie auch zukünftig im Flensburger Stadion wird das große Banner zu sehen sein, dass auf den aktiven Kinderschutz und den Fokus auf das Wohl der anvertrauten Kinder und Jugendliche im Flensburger Sport hinweist.
